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| Meinung zu Wärmepumpen | ||
| Die
Wärmepumpe ist eine von vielen Lösungen, sowohl die Heizkosten in den
Griff zu bekommen, als auch einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.
Dazu muss sie aber da eingesetzt werden, wo die Rahmenbedingungen
passen. Das ist zum Beispiel in einem renovierten, gut gedämmten
Gebäude oder im Neubau mit jeweils mindestens KfW 60-Qualität (= 30%
besser gegenüber der gültigen Energie-Einsparverordnung). Besser wäre
noch ein Gebäude in KfW 40-Qualität (= 45% besser als EnEV). Zu den
Rahmenbedingungen gehört auch eine Fußboden-Heizung und keine
Radiatoren. Unter diesen Bedingungen reichen zur Deckung des
Wärmebedarfs ca. 35°-38°C als Vorlauftemperatur. In diesem Rahmen
erreichen WP's Jahres-Arbeitszahlen um die 4,0. Damit leisten Sie einen, wenn auch einen kleinen Beitrag zum Klimaschutz in Deutschland. In der Schweiz oder in Norwegen hingegen leistet eine WP einen sehr guten Klimaschutzbeitrag, weil dort der Strom überwiegend aus Wasserkraft/Atomkraft produziert wird. Sind optimale Verhältnisse in Deutschland nicht gegeben, ist eine Wärmepumpe nicht zu empfehlen - weder ökologisch noch ökonomisch, weil es Alternativen gibt: Da wären zunächst mal die von der Wärmepumpenlobby in die Ecke gestellten Energien Erdgas oder Heizöl. Sobald man eine WP-Investition in die neue Gerätegeneration "Brennwerttechnik" steckt, zusätzlich eine heizungsunterstützende Solaranlage installiert, werden in etwa die gleichen ökologischen und ökonomischen Verhaltnisse geschaffen. Seit Franz Alt (Fernsehmoderator) wissen wir, dass die Sonne keine Rechnung schreibt und HolzPelllets kostengünstig sind. Sie müssen auch nicht vom anderen Ende der Welt hertransportiert werden, sondern wachsen vor unserer Haustüre. Eine maximale Effizienz in Ökologie und Ökonomie erreicht man heute mit einer HolzPelletsheizung. Vorallem dann, wenn man diese noch mit einer Solaranlage kombiniert. Damit machen wir unserer Bundeskanzlerin eine richtige Freude, weil die Bundesrepublik so die Klimaschutzziele "mit links" schafft und sie bei den kommenden Gipfeln (G 8 oder Klimaschutzkonferenzen) der Welt zeigen kann, was wir leisten. Einen riesigen Fehler macht die Wärmepumpenlobby damit, dass Sie sich mit Leistungszahlen viel zu weit aus dem Fenster lehnt (...wer das tut, kann tief fallen), weil bislang in Folge des fehlenden Wärmemengenzählers niemand die Angaben überprüfen konnte. Das ändert sich nun durch die BAFA-Förderung, die jetzt richtig Licht in die WP-Heizungskeller bringt. Jetzt muss die WP Farbe bekennen. Ein Rat an diese Lobby wäre, deshalb, die Wärmepumpe als gute Alternative hinzustellen und nicht als "das einzige Senkrechte" in der Wärmewelt. Gerd Schallenmüller |